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Dietz soll Igedo-Messen fit machen

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Der erneute Besucherrückgang auf der vergangenen Düsseldorfer Modemesse CPD scheint bei den Verantwortlichen die Alarmglocken lauter klingeln lassen, als zunächst angenommen. Fakt ist: die ehemalige Leitmesse der deutschen Branche kriselt seit Langem und

hat seit einiger Zeit vor allem die aufstrebende Konkurrenz in Berlin im Nacken. Während die Relevanz der CPD kontinuierlich abzunehmen scheint, lockt die Hauptstadt mit großem Glamour auf der Fashion Week und bekommt ab Sommer mit der Bread & Butter auch noch Europas größte Modemesse zurück. Die will vom 1. bis 3. August mit rund 800 Ausstellern die kompletten Gebäudekomplexe des ehemaligen Tempelhofer Flughafens bevölkern und kann auf bis zu 100.000 Besucher hoffen. Rechnet man die weiteren Besucher von Modewoche und Premium dazu, kann Berlin so viele Einkäufer auf einmal ziehen, wie die CPD in fünf ihrer Ausgaben nicht mehr zusammenbekommt.

Ein schwerer Schlag für die Rheinmetropole und die dortige Messegesellschaft, die es sich über Jahrzehnte in ihrer Führungsposition gemütlich gemacht hatte und nun plötzlich von der Bedeutungslosigkeit bedroht ist. Um künftig nicht mehr nur in der Regionalliga mitspielen zu müssen, wollen die CPD-Veranstalter von der Düsseldorfer Messe-Tochter Igedo Company nun ihr Konzept fit für die Zukunft machen und den Konkurrenzkampf mit der designierten Modehauptstadt Berlin aufnehmen.

Zunächst soll die Geschäftsführung des Unternehmens erweitert werden. Ab 1. März diesen Jahres werde Mirjam Dietz das Gremium verstärken, ließ die Igedo am Dienstag wissen. Die 44-Jährige soll als Executive Director Fashion den geschäftsführenden Gesellschafter Philipp Kronen maßgeblich bei der strategischen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Düsseldorfer Modemessen unterstützen. Der gibt sich angesichts der neuen Personalie geradezu euphorisch und schmeichelte: „Mit Mirjam Dietz haben wir eine starke Persönlichkeit für die Igedo Company zurück gewinnen können. Sie ist in unserer Branche tief verwurzelt und verfügt über allerbeste Kontakte." Außerdem kenne Dietz das Modebusiness und das Messegeschäft in allen Facetten und bringe „viele spannende Ideen und Lösungsansätze mit", so Kronen weiter. Er ist sich sicher: „Sie ist genau die richtige Person, die unser Unternehmen jetzt braucht. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr."

Dietz, die bereits zwischen 1990 und 2004 für das Unternehmen in diversen Positionen tätig war und auch in den vergangenen Jahren freiberuflich beriet, habe sich ein großes Netzwerk innerhalb der nationalen und internationalen Modebranche aufgebaut, begründete Igedo-Chef Kronen weiter die neue Personalie. Und genau davon hofft die Firma nun natürlich zu profitieren. In Zeiten der Krise zählen gewachsene, persönliche Kontakte eben mehr als so manches aufgeregte Getrommel. Ob dies allerdings ausreichen wird, mit Berlin und der dortigen Branchenpower auf Dauer fertig zu werden, darf bezweifelt werden. Zu wünschen ist es Düsseldorf, der dortigen Modetradition und den Messeveranstaltern allemal, sich behaupten zu können. Allerdings wird dies wohl ein ständiger Überlebenskampf bleiben, die ganz goldenen Jahre scheinen am Rheinufer vorerst vorbei zu sein.

Foto: Igedo Company